Wenn der sarkastische Jude, den Deutschen auf die Pelle rückt

Wie ernst der WDR seinen „Bildungs- und Informationsauftrag“ nimmt, zeigt folgende Buchbesprechung von „Allein unter Deutschen“ von Tuvia Tenenbom welches am 11.12.2012 mit zwei jähriger Versprätung in Deutschland erschien.

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Man glaubt der WDR wird sich in der Besprechung selbstkritisch mit der Unterstützung der antisemitischen Kölner Hasswand auseinandersetzen, aber nichts dergleichen passiert. Stattdessen echauffiert man sich lieber über einen jüdischen Buchautor, dessen Großeltern „dem Holocaust zum Opfer fielen“, denn das man als Jude im Holocaust ermordet wurde ist für die Moderatorin schlicht nicht vorstellbar. Als Jude fiel man halt dem Holocaust zum Opfer, das passiert manchmal, einfach so.

Aber was den Interviewpartner endgültig aus der Fassung bringt ist die Feststellung, dass dieser Jude es auch noch wagt sarkastisch zu sein. Schande über ihn! Wie sagt aber die Moderatorin so schön: „Er will uns Deutschen auf die Pelle rücken und es ist natürlich klar, dass wenn ein jüdischer Autor nach Deutchland kommt mit dieser Geschichte, mit diesen Vorfahren, in welche Richtung das gehen wird!“Im Lichte dieser Aussage, erscheint mir die Unterstützung der antisemitischen Kölner Dauerdemo auf der Domplatte plausibel!
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