Die falsch justierte Gesellschaft

Dass man jemanden „vermitteln“ muss, warum man wieviel verdient hat, ist mir ganz neu. Wenn es nach Silke Burmester von SPON geht, dann weiß sie ganz genau, dass 2 Millionen ausreichen zum Leben. Ganz falsch liegt sie damit sicherlich nicht, aber wer hat das Recht zu entscheiden wieviel wer verdienen soll bzw. wie hoch die Obergrenze für Gehalt sein soll. „Hallo Sozialismus“ kann man dazu nur sagen. 

Warum nicht etwas konsequenter Frau Burmester? Fordern Sie das gleiche wie Kipping von der Linken. Maximalgehalt bei 40.000 Deckeln und alles was darüber liegt mit 75% besteuern. Zudem wird jedes Euro welches ab der 1. Million verdient wird einfach enteignet. Oder noch konsequenter: das „Erfolgsmodell“ Sozialsmus in der BRD – das Land in dem Gleichheit wichtiger als Freiheit und Chancengleicheit zu sein scheint – als das neueste sozialistisch/kommunistische Experiment starten.

Einst umschrieb Albert Einstein Wahnsinn so: „wenn man immer wieder das Gleiche tut, aber andere Resultate erwartet.“ Bis zum heutigen Tag konnte noch kein Staat der Welt, der sich auf den marxistischen Sozialismus berief, diesen auch in der Praxis dauerhaft und erfolgreich durchführen. Egal ob Kuba, Polen, Jugoslawien, die DDR oder die UdSSR, alle sind sie gescheitert. Ja selbst China, des Sozialisten neuestes Utopia, ist soweit von einem sozialistischen Staat entfernt wie die DDR es von einem Rechtsstaat war.

23 Jahre nach der Wiedervereinigung, hat man es geschafft die DDR und somit auch den „real existierenden“ Sozialismus, als etwas gloreiches und gerechtes zu zeichnen. Das Scheitern der SED-Diktatur scheint vergessen zu sein und je weiter man sich davon entfernt, desto gloreicher und erstrebenswerter scheint die „DDR Version 2.0“ zu sein. Mit kleinen aber regelmässigen Schritten nähert man sich diesem Gesellschaftsmodell immer mehr. Um die neue erzwungene „Demokratie-Abgabe“ der Öffentlich Rechtlichen zu sichern, werden vertrauliche Daten vom Einwohnermeldeamt angezapft und in Berlin soll Wohnungseigentümern vorgeschrieben werden, was sie mit ihrem erworbenen Besitz anstellen dürfen oder nicht. 

Eine Gesellschaft in dem sich beinahe jeder über die vermeindlich zu hohen Gehälter von Konzernchefs echauffiert, aber staatliche Pleiteprojekte wie der Nürnburgring oder das BBI beinahe ohne Empörung durchgehen; eine Gesellschaft, die aufgrund des dummen Spruchs eines Politikers an einer Bar sich genötigt sieht eine „überfällige“ Seximusdebatte in unzähligen Talkshows zu führen, aber die antisemitischen Kolumnen eines „Augsteins“ als legitim betrachtet und nicht eine einzige Talkshow wert sind; eine Gesellschaft, die ganz vorne mit dabei ist, wenn es darum geht die „Bürgerrechte“ eines Massenmörders wie Bin Laden zu verteidigen, sich aber ignorant gegenüber islamistische Lynchbanden in Mali zeigt, sollte beginnen ihren moralischen und gesellschaftlichen Kompass neu auszurichten.

Bei aller Liebe Frau Burmester, aber die 20 Millionen die ein Winterkorn verdient sind das geringste Übel einer falsch justierten Gesellschaft.

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