Abu-Mazen auf Araft’s Spuren

„Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.“
– Albert Einstein –

Wir schreiben den 25. Juli, 2000. Ehud Barak – damaliger Premierminister Israel’s – tritt vor die Presse und verkündet das Scheitern der Friedensgespräche mit dem Vertreter der PLO, Yassir Arafat. Nach und nach kommen die Details der Verhandlungen ans Licht. Barak war bereit, Arafat die grössten Zugeständnisse in der Geschichte des Nahost-Konflikts zu unterbreiten, wenn es zu einem Frieden in der Region kommt. An diesem Sommertag in Camp David, hätte der israelisch-arabische Konflikt sein Ende finden können und die Palästinenser hätten ihren Staat bekommen. Über 90% der Westbank und den kompletten – damals noch unter israelischer Kontrolle – Gaza-Streifen sowie Ost-Jerusalem als Hauptstadt wurden Arafat angeboten. Beide Seiten hätten schmerzhafte Kompromisse eingehen müssen, was immer ein Indiz für eine zufriedenstellende Lösung ist. Arafat war jedoch nicht in der Lage sich der Realität zu stellen und seinen Leuten diese schmerzhaften Fakten zu erklären. Arafat, der den Großteil seines Lebens damit verbracht hatte ein Terrorist zu sein, sah sich ausserstande sich im Alter wie ein pragmatischer Politiker zu verhalten und eine einmalige Gelegenheit zu erkennen und diese beim Schopfe zu packen. Stattdessen setzte der Friedensnobelpreisträger auf Terror und Mord.

Nur 6 Wochen nach Camp David startete die PA die zweite Initifada. In den Medien wurde der Besuch Sharon’s auf dem Tempelberg als Auslöser identifiziert, womit der Jude ein Mal mehr selbst Schuld an seinem Unglück hatte. Tatsächlich war es für Arafat der verzweifelte Versuch, die Macht seiner korrupten Regierung zu zementieren. Nach fast 7 Jahren Autonomie und Milliarden Hilfsgelder aus Europa und den USA, hatte er bis auf prallgefüllte Privatkonten im Ausland und einen gescheiterten Staat, nichts vorzuweisen. Die Intifada dauerte fast 5 Jahre. Dabei wurden über 1000 – der überwältigende Teil davon unschuldige Zivilisten – Israelis ermordet. Knapp 3000 Araber – der überwältigende Teil davon Terroristen – kamen ums Leben. Am Ende stand der Beschluß der israelischen Regierung einen Grenzzaun zwischen Israel und der Westbank zu ziehen um das Eindringen von weiteren Terroristen und Selbstmordattentärn zu verhindern. Der Abbau der Siedlungen und der komplette Abzug aus Gaza folgte dann 2006. Die Hamas gewann die Wahlen und nach einem blutigen innerpalästinensischen Bürgerkrieg zwischen Fatah und Hamas, übernahm die Hamas die Kontrolle über Gaza und begann Südisrael dauerhaft mit Raketen unter Beschuss zu nehmen.

Jetzt sollte man denken, dass man aus der zweiten Intifada und den Fehlern auf palästinensischer Seite (auch wenn diese in den Medien NIE Fehler machen und nur die Opferrolle einnehmen) etwas gelernt hat. Doch Abu-Mazen wäre nicht die rechte Hand Araft’s gewesen, wenn er nicht gleich ticken würde.

Abbas wurde bereits 2004 Nachfolger Arafts und darf sich seit dem als Präsident bezeichnen. Einen palästinensischen Staat gibt es – trotz der Beförderung durch die UNGA zum Beobachterstaat – nach wie vor nicht und ebenso wie Arafat zu seiner Zeit, setzt Abu-Mazen seine Politik der Korruption und Vetternwirtschaft fort. Diesen Umständen zum Trotz, unterbreitete 2007 in Annapolis der damalige israelische Premier Ehud Olmert, Abu-Mazen ein verbessertes Angebot für den Frieden. 98%(!) der Westbank und Ost-Jerusalem als Hauptstadt. Auch dieses Angebot wurde abgelehnt!
Seit dem gab es zwei IDF-Aktionen in Gaza sowie eine konzentrierte Operation gegen die Hezbollah in Süd-Libanon und die PA ist trotz Milliarden von U.S. Dollars, ein klassischer „Failed State“.

Dank palästinensischer Propaganda sowie freundlicher Mithilfe westlicher Medien, sind mittlerweile die sog. „Siedlungen“ zur grössten Bedrohung für den Frieden in Nahost mutiert. Während Abu-Mazen die Einstellung aller Siedlungsaktivitäten als Voraussetzung für Friedensgespräche zwischen Israel und der PA fordert, steht auf seiner Prioritätenliste die „Aussöhnung“ zwischen Hamas und Fatah ganz oben auf der Tagesordnung. So bleibt nur noch festzustellen, dass nicht etwa die Israelis – wie die Lüders‘ und „Augsteins“ uns weismachen wollen – sich in eine Sackgasse manövriert haben, sondern die PA mit ihrem „Präsidenten“ als Speerspitze!

Es zeichnet sich bereits ab, dass Abu-Mazen demnächst zum altbekannten arabischen Ausweg greifen wird, nämlich einen offiziellen Krieg – oder „Intifada“, um es palästinensisch-politisch korrekt auszudrücken – gegen Israel. Fatah’s militante Al-Aqsa-Brigade steht bereits Gewähr bei Fuß und wartet auf den Angriffsbefehl.

Im März sagte Obama vor israelischen Studenten in Jerusalem:

„Arab States must adapt to a world that has changed. The days when they could condemn Israel to distract their people from a lack of opportunity are over. Now is the time for the Arab World to take steps toward normalized relations with Israel.“

65 Jahre Terror und unzählige Kriege gegen Israel brachten keinen Frieden. Albert Einstein sagte einst: „Die Definition von Wahnsinn ist, immer das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.“. Abu-Mazen scheint diese Tatsache nicht zu stören und so schreitet er weiter auf Araft’s Spuren dem Wahnsinn entgegen.

Siehe auch: Abbas accuses Israel of seeking to start a third Intifada

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