Die Meshuggestan Protokolle: Akte 15/2013

Der wöchentliche Bericht aus der Irrenanstalt.

Du weisst Du bist in Meshuggestan, wenn…

…den Salon-Sozialisten und ausgezeichneten Antisemiten Jakob „Augstein“ Walser, tausende Tote nicht kümmern, solange die Amerikaner oder Israel nicht ihre Hände mit im Spiel hatten.

168 tot, 166 verletzt. Eine Wochenend-Bilanz im Nahen-Osten. Nein, nicht durch amerikanische Drohnenangriffe oder rachsüchtige jüdische Siedler, sondern durch Terroranschläge und Luftangriffe. Wer sind diese Toten? Iraker, Syrer und Afghaner. Wer hat sie ermordet? Iraker, Syrer und Afghaner. Aber für „Augstein“ ist das keine Kolumne wert. „Augstein“ hat wichtigere Krisen zu behandeln, wie „Die Krise des weißen Mannes“.
Dem Gras-Verehrer mangelt es an Tinte, sobald es um Moslems geht, die andere Moslems abschlachten, totbomben, oder köpfen. Zwei Jahre nach dem Beginn des syrischen Bürgerkriegs, ist es Augstein noch nicht gelungen darüber auch nur eine einzige Kolumne zu veröffentlichen. Was ja auch in Ordnung ist, da er sich selbst als kritischen Journalisten sieht. Solange keine Juden oder Amerikaner offensichtlich involviert sind, gibt es auch nichts zu berichten geschweige denn zu kommentieren. Eine Kolmune über den ISAF-Einsatz und den amerikanischen Soldaten mit der Schlagzeile „Zehn Tote Kinder“ zu versehen, ist dann auch durchaus legitim. Verlogen oder heuchlerisch würde der eine oder andere „Augstein-Kritiker“ behaupten, aber ich sage: NEIN! Ein kritischer Geist wie Jakob, muss auch Opfer bringen, wenn es um das eigene Weltbild geht. Selbst dann, wenn diese Opfer 168 Tote und 166 verletzte Iraker, Syrer und Afghaner sind. Ein Mutiger Mann!

…bei einer Konferenz mit dem Titel „Wie kann die iranische Zivilgesellschaft gestärkt werden?“ kein Vertreter dieser zu stärkenden „iranischen Zivilgesellschaft“ eingeladen ist.

Stellt Euch vor es wäre 1941. Das Washington-Institut veranstaltet eine Konferenz mit dem Titel „Wie können die Juden Europas gestärkt werden?“. Eingeladen werden aber nicht etwa jüdische Vertreter, oder Opfer der Deutschen, sondern Heinrich Himmler. Noch ein hypothetischs Beispiel?

1987, Berlin lädt zu einer Konferenz mit dem Titel „Wie können die Rechte der Schwarzen in Südafrika gestärkt werden?“. Eingeladen werden nicht Nelson Mandela – zu dem Zeitpunkt wäre er eh noch inhaftiert gewesen – oder Vertreter des ANC, sondern Befürworter des Apartheid-Systems. Klingt ziemlich verrückt, ich weiß. Ich musste auch gerade leicht schmunzeln ob diesen absurden Widerspruchs.

Es gibt aber so einige, die diesen Widerspruch nicht erkennen können/wollen. So veranstaltet die Evanglische Akademie Loccum, vertreten durch ihren Studienleiter Dr. Marcus Schaper, eine Konferez um zu erörtern wie man die iranische Gesellschaft stärken kann. Nicht jedoch mit Oppositionellen, die nach der „Wahl“ Ahmedinejads zu Hunderten inhaftiert und zu Tode verurteilt wurden. Es gibt aber auch ein paar die tatsächlich nach Europa, ja gar nach Deutschland geflohen sind und fliessend Deutsch beherrschen. Wozu sich aber mit den Betroffenen direkt unterhalten und aus ihrer Sicht erfahren wie man sie stärken kann? Nein, stattdessen wird der Regierungsvertreter Teheran’s in Deutschland zu Gast sein: Ali Reza Sheikh Attar. „Hey, der Name kommt mir bekannt vor!“, denkt ihr jetzt? Nun, Ali ist quasi Claudia Roth’s „Homie“. Erst im Januar diesen Jahres, begrüssten sich beide auf der Sicherheitskonferenz in München, mit einem High Five. Ali wird für Massenmorde und -hinrichtungen in der iranischen Provinz Kurdistan Anfang der 80er verantwortlich gemacht, aber hey, das ist doch schon so lang her. Holocaustleugung und Vernichtungsphantasien gegenüber Israel, durch das von ihm vertretende Regime? Übersetzungsfehler!

Es ist durchaus verständlich, dass Herr Dr. Schaper die Einladung Ali’s nicht als einen Konflikt hinsichtlich der Zielsetzung der Veranstaltung betrachtet. Ganz ehrlich, warum sollte er? Wenn schon eine Grünen Spitzenpolitikerin Ali so richtig lieb hat, darf das ein guter Evangele erst recht! Ob Umwelt, Armut, oder der Nahost-Konflikt, weltweit sind deutsche Konferenzen dafür bekannt diverse Probleme dauerhaft zu lösen. Unzähligen deutschen Think-Tanks haben wir es schließlich zu verdanken, dass die Welt ein besserer Ort ist. Irgendwann wird die „iranische Zivilgesellschaft“ Dr. Schaper und der Evanglischen Akademie für diese „Stärkung“ danken. Darauf ein saftiges High Five, Homie!

Siehe auch:
Zehn Tote Kinder
Blutige Anschläge im Irak
Irak: Zwölf Tote bei Anschlag auf Moschee
Anschlag: Dutzende Tote bei Wahlkundgebung im Irak
Anschläge im Irak: Rund 30 Tote und hunderte Verletzte
16 Tote bei Luftangriffen in Syrien
Mehr als 60 Tote in Syrien
Afghanistan: Fünf Polizisten sterben bei Anschlag
Protest gegen die Hofierung des iranischen Regimes bei der Evanglischen Akademie

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