Post von „Jebsen“

Nur wenige Stunden nach der Veröffentlichung des Artikels „Boston – Ken „Sherlock“ Jebsen kennt die Täter“, erreichte mich folgende Email über das Kontaktformular der Seite:

Name: jebsen

Comments: Hallo

Die Augabe einen Journalisten ist es Fragen zu stellen. Er muss keine Antworten auf diese Fragen haben.

Sie sind keinen Journalist. Sie sind irgend etwas anderes. Eine Art Fan.

Fans sind Fähnchen im Wind.

Wo bitte behaupte ich zu wissen wer die Täter von Boston sind ?

Ich sage an Punk X – wer es sein könnte – und stelle extra davor… zugegeben eine  Vermutung.

Sie haben das sicher gelesen. Wenn sie das Wort „Vermutung“ nicht kennen, es gibt da dieses Buch. Duden. Sogar digital.

Und jetzt kommt es. Wenn man jemanden nicht mag, ist  das effektivste Mittel ihn gar nicht zu erwähnen. Was sie machen ist Werbung für KenFM. Warum, na weil sie Zeit investieren. KenFM muss ihnen das offensichtlich Wert sein.

Dieser Fehler wurde von ähnlichen Profis schon X mal gemacht. Mit welchem Ergebnis?

KenFM läuft wie geschnitten Brot und bietet seinen Message jetzt auch

in Englisch und Spanisch an. Dazu kommt jetzt noch Arabisch, Russisch, Hebräisch und Farsi. Aktuell erreichen wir täglich mehr als 500.000 User.

Merken sie was? Sie pushen uns. Das kann nicht ihr Ziel sein.

Trotzdem Danke.

Bedauernswerterweise existiert die angegebene Email-Adresse nicht, weshalb ich die nette Nachricht nicht erwidern konnte. Nichtsdestotrotz möchte ich „Jebsen“ nicht ohne Antwort in das Wochenende entlassen. Ich finde er hat sich eine verdient.

Hallo,

gleich gehe ich auf Ihre Nachricht ein, aber zuerst finde ich es bewundernswert, dass Sie meine Seite gefunden haben. Dazu bedarf es schon wirklich auch viel Zeit und Aufwand. Wenn Sie den Artikel genau gesehen haben, dann besteht dieser fast ausschließlich aus Screenshots von der Facebook-Seite von KenFM. Eine Meinung äussere ich dazu überhaupt nicht. Aber ich scheine einen Nerv getroffen zu haben, sonst hätte ich diese Email nicht erhalten.

 Aber jetzt zu ihrer „Fanpost“. Sie sagen es, die Aufgabe eines Journalisten ist es Fragen zu stellen. Es ist jedoch nicht seine Aufgabe diese auch selbst zu beantworten und schon gar nicht Privatdetektiv zu spielen. Fakten zu berichten, das ist die Aufgabe eines Journalisten, aber das ist OK. Von KenFM erwarte ich kein Journalismus. Wenn Sie das Wort „Fakten“ nicht kennen, es gibt da dieses Buch, dass Sie vom Hörensagen zu kennen scheinen.

Aber das ist nicht schlimm. Man kann Publizistik oder Journalismus mal studiert haben. Man kann auch Mal eine Art Nachwuchs-Hoffnung der ÖR als Rasender-Reporter zu Beginn der 90er gewesen sein, aber das macht einen noch lange nicht zum Journalisten. Sehen Sie, Fidel war ein klasse Baseball-Spieler ebenso wie Hugo Chavez. Assad ist gelernter Augenarzt und Hitler wollte Maler sein. Am Ende kann halt nicht jeder das beruflich ausüben was er gelernt hat. Da muss man mit den Mitteln die einem gegeben worden sind das beste draus machen.

Die Zielgruppe die man erreicht, definiert einen oder andersherum. Jebsen hat binnen kürzester Zeit beides geschafft. Das Motto von KenFM lautet ja „Meine Zielgruppe ist der Mensch“. Nun, die taz spricht eher linke Kreise an. Die WELT eher Konservative. Junge Welt wird überwiegend von Alt-Kommunisten gelesen und KenFM’s „Zielgruppe ist der (irre) Mensch“. Das diese sich durch Verschwörungen und purem Antisemitismus definieren, ist auch in Ordnung. Ein Pfleger in einer Irrenanstalt hat auch nicht die Möglichkeit sich gesunde Supermodels zu wünschen die er baden kann. Er hat sich nun Mal für diesen Beruf entschieden. Zudem wird KenFM von dieser „Zielgruppe“ per Crowdfunding finanziert weil sie an die Sache glauben. Das tun solche Individuen wie Rolf Mueller (http://www.facebook.com/rolf.mueller.31) und Fritz Cat (http://www.facebook.com/fritz.cat.5245) die in KenFM eine Plattform gefunden haben, wo der Content Creator endlich ihre Ansichten vertritt. Egal ob es um UFOs, jüdische Weltverschwörung, False Flag Geschichten geht. Sie haben zumindest eine Heimat gefunden. Wenn nicht in der Irrenanstalt, dann auf der Facebook-Seite von KenFM.

 Sie dürfen mir durchaus glauben, dass ich kein Problem damit habe über Jebsen zu schreiben und schon gar nicht befürchte ich damit „Werbung“ für KenFM zu machen. Wer sich von den dort wiedergegebenen Ansichten angesprochen fühlt, bitte schön. Allerdings bezweifel ich doch sehr stark, dass die (sehr kleine) Leserschaft meiner Seite sich von KenFM-Ausgüssen beeindrucken lässt.

Um kurz noch Mal auf das Thema „Journalismus“ zurück zu kommen. Jebsen ist ebenso ein Journalist wie es ein Alex Jones ist. Sie kennen Alex Jones bestimmt. Das ist derjenige der nur 1,5(!) Stunden nach dem Boston-Anschlag bereits wusste wer dahinter ist. Ach ja, Jebsen nennt das „Fragen“. Ich bezeichne das als Suggestion. Das tun Menschen wie Jebsen gern. Die Antworten, egal wie gut sie sind, sind irrelevant solange diese nicht in das eigene Weltbild passen. Jeder der eine Antwort hat, ist „Embedded“. Nur merkwürdig ist es schon, dass fast alle Texte von KenFM als Quellen zum überwältigenden Anteil genau diese „embeddeden“ Medien angeben. Ich glaube jemand hat mal „was nicht passt, wird passend gemacht“, das beherrscht Jebsen hervorragend.

Wie Sie sehen können, habe ich kein Problem mit Jebsen oder KenFM. Es ist vielleicht gar nicht so schlecht das es ihn gibt. Immerhin gibt es die Theorie, dass es mehr Vergewaltigungen geben würde, wenn Prostitution illegal wäre. Und dank KenFM gibt es weniger Irre in Anstalten oder auf der Straße, sondern bei Facebook. Allein dafür sollte KenFM einen Integrations-Bambi erhalten!

VG, ein schönes Wochenende und schauen Sie ruhig öfters hier vorbei, vielleicht können Sie zur Abwechslung anstelle von Spekulationen auch einige Fakten abgreifen.

Nachfolgend drei taufrische Meinungsäusserungen zur „journlistischen“ Arbeit von KenFM zu den aktuellen Ereignisse in den USA:

Selbstverständlich, möchte ich jedem die Chance anbieten Freundschaftsanfragen und Fanpost zu senden:

Burak Ha (http://www.facebook.com/burak.ha.37)
Marc Tirbelhorn (http://www.facebook.com/mtribelhorn)
Ursula Kreutz (http://www.facebook.com/ursula123)

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