Das Trauma des Herrn Hochhuth

Das ausgerechnet ein Mann der „Elite“ Deutschland in den 30ern und 40ern mit den heutigen USA gleichsetzt ist schon eine Wucht. Die Deutsche Elite hat selbst beschlossen die USA zu einem Unrechtsstaat zu deklarieren und sich zum Leuchtturm der Freiheit und Moral zu erheben. Eines dieser Stimmen der Moral ist Rolf Hochhuth. Seines Zeichens ein von amerikanischen GI’s in seiner Kindheit traumatisierter alter Mann.

Snowden droht in den USA „30 Jahre Zuchthaus“ behauptet Rolf Hochhuth in seinem offenen Brief an die Kanzerlin. In Deutschland „drohen“ ebenfalls jedem Angeklagten ein paar mehr oder weniger Jahre im Zuchthaus. Zuvor gibt es jedoch ein Verfahren, falls Herr Hochhuth es vergessen haben sollte.

„Wo der Staat auch der Täter ist, wie hier, hat kein Angeklagter etwas zu hoffen von der Justiz.“

Diese Aussage ist keine Überraschung mehr. Relativismus ist die neue political correctness der Nazi-Generation der Deutschen. Angefangen bei „Unsere Mütter, unsere Väter“ bis hin zu Arnulf Baring, der ganz offen und ohne Widerspruch bei Lanz verkünden durfte, dass die Juden ebenso Täter wie Opfer waren. Ganz so wie die Deutschen, die einen Hauch mehr Opfer waren als Täter.

Hochhuth ordnet Snowden in die selbe Kategorie wie Einstein ein:

„Mehr als jedes andere Volk ist das deutsche verpflichtet, das Asylrecht zu heiligen, seit unsere Elite 1933, ausnahmslos, von den Brüdern Mann bis zu Einstein, die 12 Jahre Nazi-Diktatur allein deshalb überstehen konnte, weil andere Länder, am vorbildlichsten die USA, diesen Flüchtlingen vor Hitler Asyl gewährten!“

Hochhuth vergisst hier zu erwähnen, dass Einstein nicht aus Deutschland fliehen musste weil er Staatsgeheimnisse verraten hat oder gar an gegnerische Regierungen geheime Informationen möglicherweise verriet, sondern weil er schlicht und ergreifend Jude war und ihm die Ermordung durch die Deutschen drohte. Die Manns mussten fliehen weil ihre Bücher von Studenten und Intellektuellen wie Hochhuth verbrannt wurden und zur entarteten Kunst erklärt wurden. Das einzige was eigentlich noch fehlt, wäre die Gleichsetzung Guantanamo’s mit Auschwitz und Bergen-Belsen sowie die Snowden’s mit den Geschwistern Scholl.

Der amerikanische Talkshow-Host Craig Ferguson sagte als er 50 geworden ist, dass jetzt die beste Zeit im Leben anfängt, weil alles einem gleichgültig ist. Man kann sagen und tun was man möchte und es kümmert einen nicht was die anderen denken. So geht es der Generation Baring, Walser und Hochhuth auch. So hat Hochhuth in seiner Funktion als Präsident von PEN-Deutschland den Walsersproß, Jakob Augstein, vehement verteidigt als dieser auf der Liste der heissesten Antisemiten des Jahres 2012 ernannt wurde.

Dies ist insofern nicht wirklich verwunderlich, wenn man weiß, dass Hochhuth selbst den Holocaustleugner David Irving – den er zu seinen persönlichen Freunden zählt – in Schutz nimmt und ihn nicht nur als seriösen Historiker bezeichnet als dieser sagte in Auschwitz wären weniger Menschen umgekommen als 1969 auf dem Rücksitz von Edward Kennedys Wagen, sondern gar als „fabelhafter Pionier der Zeitgeschichte, der großartige Bücher geschrieben hat. Ganz zweifellos ein Historiker von der Größe eines Joachim Fest. Der Vorwurf, er sei ein Holocaustleugner, ist einfach idiotisch!“. Noch Fragen?

Der 1931 geborene Hochhuth sagte einst, dass das einschneidendste Erlebnis seines Lebens nicht etwa der Zweite Weltkrieg oder der Holocaust und schon gar nicht die Verbrechen der Nazis waren, sondern der Einzug der Amerikaner im April 1945 in Eschwege war. Dieses Traume scheint der alte Mann bis heute nicht ganz überwunden zu haben.

Siehe auch:
Frau Bundeskanzlerin, geben Sie Snowden Asyl!

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