Deutsche Partisanen im Jahre 2013: der Kampf gegen Hitler ist aktiv wie nie!

Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie sich vorallem Linke über den Tod von Osama Bin-Laden echauffiert haben. Was wurde nicht alles den USA vorgeworfen. „Völkerrechtswidrig“ sei die Aktion gewesen, man hätte ihn ermordet und ihm somit einen „fairen Prozess“ verweigert. „Staatsterrorismus“ sei es gewesen, da bräuchte sich die USA nicht wundern, wenn der nächste 9/11 gleich um die Ecke wartet. Das die pakistanischen Behörden seit Jahren von dem Aufenthaltsort Bin-Laden’s wussten, schien weniger kritikwürdig zu sein.

Der Linke reagiert nach klassischem Muster, wenn jemand (in der Regel die USA, Israel und ähnliche imperalistische Staaten) gegen sein Weltbild handelt: Boykott, Drohungen, Verbote. Kritisiert wird diese übliche Handlungsweise in der Regel nicht. Schon gar nicht von einer politischen Strömung, die Sympathien und Verständnis für Tyrannen, Massenmördern und theokratischen Regime wie Mao, Fidel, Chavez, die Mullahs, Hamas, Hezbollah und Nordkorea, um nur ein paar zu nennen, übrig hat. Diese Vorbilder im Kampf gegen das imperalistisch-kapitialistische Amerika, tun es auch nicht viel anders.

Eines der beliebtesten Zeitvertreibe des deutschen Linken ist der Kampf gegen Nazis und Faschisten. Selbst 80 Jahre nach der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler, wird dieser gnadenlos bekämpft. Der Kampf der deutschen Partisanen hat mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs erst so richtig begonnen und spätestens 1968 mit der Studentenbewegung seinen vorläufigen Höhepunkt erreicht.

„USA, SA, SS!“ waren damals die Parolen. Viel hat sich seit dem nicht geändert. Des Antifaschisten Liebling ist der tote Jude, am besten mit einer Auschwitz-TÜV-Plakete versehen, den es vor weiterem Leid zu beschützen gilt. Das mögliche Leid lebender Juden in Europa und vorallem in Israel, liegt dem Linken hingegen nicht so am Herzen. Für den Linken sind die Opfer von Gestern die Täter von heute. Ob regelmässige Raketenbeschüsse aus dem autonomen Gaza, oder Vernichtungsphantasien Iran’s, es ist solange irrelevant wie der Jude noch atmet.

2011 gab DIE LINKE in Duisburg ein Flugblatt heraus. Darauf zu sehen eine Kombination aus Davidstern und Hakenkreuz

2011 gab DIE LINKE in Duisburg ein Flugblatt heraus. Darauf zu sehen eine Kombination aus Davidstern und Hakenkreuz

Terroristen per se existieren für einen Linken nicht. Es sei denn es ist amerikanischer oder israeischer „Staatsterrorismus“. Hamas, Fatah, Hezbollah, Al-Qaida, oder Taliban sind „Rebellen“ oder „Freiheitskämpfer“, denen Verständnis entgegengebracht werden muss. So bestand die RAF aus fehlgeleiteten Studenten, die an sich eine gute Idee hatten. Nur an der Ausführung hat es gemangelt.

Dass Deutsche aus der linken Szene bei der Entführung einer Air-France-Maschine 1976 nach Uganda maßgeblich beteiligt waren und die Selektion der jüdischen Passagiere verantworteten, hat der Linken nicht geschadet. Denn es ging nicht um Juden, sondern um den Kampf gegen das böse Reich im Westen und seinem Satelliten-Judenstaat. Damals ging niemand auf die Strasse und rief „RAF, SA, SS!“. Vermutlich weil es nicht so rund über die Zunge rollte.

Es ist daher durchaus bemerkenswert was Beate Zschäpe’s Anwältin widerfahren ist. Sie will nicht mehr in Berlin bleiben, weil der Druck ihrer linken Kollegen zu groß wurde. Nun sympathisiere ich mit der kranken Ideologie einer Zschäpe bei weitem nicht, aber das was für Massenmörder vom Schlage eines Bin-Laden gilt, sollte zumindest auch hier gelten, nämlich 1. die Unschuldsvermutung und 2. das Recht auf einen fairen Prozess.

Einen Linken interessiert das nicht. Denn der Kampf der deutschen Partisanen gegen die NSDAP, ist im Jahre 2013 aktiver und wichtiger denn je!

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7 Gedanken zu “Deutsche Partisanen im Jahre 2013: der Kampf gegen Hitler ist aktiv wie nie!

  1. Bravo! Ich dachte solche Ansichten gäbe es nicht mehr.
    Übrigens, die stärksten und aktivsten Antisemiten befanden sich historisch schon immer bei den Linken und deren Ikonen.

  2. Ein leider überaus treffender Artikel. Die Linke – besser die konventionelle Pseudo-Linke – hat hier in einem schwindelerregenden und unentschuldbaren Ausmaß politisch und moralisch versagt.

    Der Erstkommentator ist trotzdem aufgefordert für seine Behauptung, der Antisemitismus sei schon immer vor allem aufseiten der Linken zu finden, noch fundierte Belege liefert. Ansonsten empfehle ich etwas mehr Zurückhaltung, wenn man nur die Sau rauslassen will und ansonsten keine Ahnung hat.

  3. „Der Erstkommentator IST TROTZDEM AUFGEFORDERT…“
    Dann muss ich mich ja sofort amtsmäßig auf meinen Posten schwingen!
    Um es erstmal kurz zu halten, dieser Link: http://liberalerfaschismus.wordpress.com/2013/01/01/liberaler-faschismus-2/ (4. Absatz) liefert eine Basis für das Argument.

    „Die Linke – besser die konventionelle Pseudo-Linke…“
    Nein – die Gebildeten im gesamten linken Spektrum (Kollektivisten, Korporatisten, etc, etc.) wissen, dass besonders Ihr Papst Marx ein paar der übelsten Antisemitistischen Außerungen tat. Wenn das nicht genug ist, sind Sie „AUFGEFORDERT SICH ZU EINEM NACHSCHLAG ZU MELDEN!“
    (P.S.: über Tipfehler machen wir uns hier keine Sorgen)

  4. Sie, Alphachamber, schreiben: „die stärksten und aktivsten Antisemiten befanden sich historisch schon immer bei den Linken“. Für den Blick aus Ihrer ideologischen Brille erfinden Sie ein Bild, das mit den Tatsachen wenig gemein hat.

    Schon mal was von der NSDAP gehört? Ich glaube „die stärksten und aktivsten Antisemiten“ historisch gesehen genau hier verorten zu können und nicht irgendwo beliebig anders.

    Das heißt nicht, dass Antisemiten nicht auch im linken oder konservativen Lager zu finden waren. Aber diese Wahnvorstellung hatte bei ihnen nicht eine solche breite identitätsstiftende Funktion wie bei den Nazis.

    Ihre eingangs zitierte Umschreibung der Geschichte hat mich geärgert. Nicht zuletzt weil sie vom eigentlichen Thema des Autors m.E. eher ablenkt.

    Übrigens – ich habe keinen Papst. Insofern eigne ich mich schlecht dazu, Marx zu verteidigen. Ich glaube, dass er antisemitische Überzeugungen hatte. Ich würde aber auch sagen, dass diese nicht sein Lebenselexier waren.

  5. „…Blick aus Ihrer ideologischen Brille…“ Wie bitte? Wer ist hier der Linke? Ich habe keine Ideologie, nur eine Philosophie – der Objektivismus.
    „…Umschreibung der Geschichte hat mich geärgert.“ das tut es manchmal, wenn die eigene Wahrnehmung von der Realität abweicht! Was sind denn Ihre Quellen der Geschichte?
    Also die Nazis waren die Erfinder des modernen Antisemitismus? Sehen Sie sich die Daten genau an:

    1. Charles Fourier (1772-1837) Frühsozialist und scharfer Kritiker des Kapitalismus bemerkte: Die Juden hätten sich in der Geschichte „nur durch Verbrechen und Brutalität hervorgetan“.

    2. Circle Proudhon, eine Größe im sozialistischen Pantheon. Gründer des „Klub Intellektueller zur Vereinigung von Nationalisten und linken Antidemokraten“ in Frankreich: Der Jude sei ein bloßer „Zwischengänger, immer falsch und parasitär, der sich im Geschäft wie in der Philosophie der Fälschung, betrügerischen Nachahmung und Roßtäuscherei bedient“.

    3. Father Charles Coughlin (1891-1979), Linker Priester von Michigan, USA. Praktischer Erfinder der politischen Rundfunk-Propaganda. In wöchentlichen populistischen Programmen mit 30 Mill. Hörer unterstützte FDR’s kollektivistische New Deal Politik und einige von Mussolinis und Hitlers Programmen. Besonders verbreitete er antisemitische Kommentare von solch starker Natur, dass Roosevelt sich einmischte musste.

    4. H. G. Wells (1866-1946) Britischer Autor und erklärter Sozialist. (Werke: ‚The Island of Dr. Moreau‘, ‚The Time Maschine‘, ‚Shape of Things to come‘). Er kandidierte als Labour-Partei Mitglied, traf Stalin in 1934 und schrieb, er wäre noch nie einem so fairen, offenen und ehrlichen Mann begegnet. Wells sah den Zionismus als eine exklusive und separatistische Bewegung, die seine Visionen von einem Welt-Staat des Kollektivismus und der Solidarität behinderten. Wells hat den Liberalen Faschismus als Ehrenbegriff geprägt und sagte: die Progressiven müssten liberale Faschisten werden und aufgeklärte Nazis. (Rede vor den Jungen Liberalen in Oxford Juli 1932. H.G. Wells war Mitbegründer der linken „Fabian-Society“. (Siehe Punkt 5.)

    5. Sidney Webb (1859-1947) war der Vater des Fabian-Sozialismus, eine britische sozialistische Intellektuellen-Bewegung. Die „Fabian Society“ (gegründet 1884) war der Wegbereiter der heutigen englischen Labour Party und ihre Mitglieder waren einflussreiche Politiker und Intellektuelle, wie H. G. Wells Bernard Shaw, und später der Philosoph Bertrand Russell. Beide ehemalige Britische Premierminister Tony Blair und Gordon Brown sind ebenfalls Mitglieder der Fabian Society. Es war Webbs Idee, die Höhe der Mindestlöhne weit über den Arbeitswert der Unbeschäftigten zu setzen, so dass diese vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen bleiben und eventuell als soziale Klasse verschwinden. Wenn die Konservativen dieses Argument gegen Mindestlöhne anführen, sind es ironischerweise sie, die des Sozialdarwinismus bezichtigt werden.

    6. E. A. Ross (1866-1951) war ein progressiver US-Soziologe und Eugeniker und Präsident der „American Sociological Society“ von 1914 bis 1915. Ross wurde aus der elitären Stanford Universität gefeuert, wegen seiner antisemitischen und rassistischen Ansichten über die chinesischen „coolies“ in Amerika (er ist der Autor der race suicide thesis, oder Theorie des „Rassenselbstmordes“). Ross, der in Deutschland studierte, war sich mit Webb über die gesellschaftliche Situation einig, fand aber für seine amerikanischen Verhältnisse die passenden Worte: „Der (chinesische) Kuli kann den amerikanischen Arbeiter nicht übertreffen, er kann ihn aber unterbieten. Da sich die minderen Rassen mit einer Existenz, in unzivilisierteren Umständen als der Nordische Mensch, zufrieden geben, benötigen sie keine zivilisierten Löhne. Deshalb, wenn man die Löhne auf eine zivilisierte Ebene erhöhe, würden keine Unternehmen solche Lumpen den besseren Bewerbern vorziehen und ihnen damit die Vermehrung erschweren.“ (Übersetzung des englischen Zitats) Das waren keine Worte eines Rechtsextremen, sondern die eines bekennenden Sozialisten und Freund des Bolschewismus.
    N.B.: Hitlers Eugeniker und E.A. Ross waren in engem Kontakt und betrieben eifrigen Austausch ihrer Sterilisierung-Resultate, wobei sich Ross über die Effizienz der deutschen Kollegen ärgerte.

    7. Viele Amerikanische Schwarze traten der Linken Bewegung bei und bezogen antisemitische Stellung, wie die “Black Panther”. 1962, Elijah Muhammed, Anführer der “Nation of Islam” lud George Lincoln Rockwell, Führer der „American Nazi Party“ ein, auf dem Nationalen Kongress der linken schwarzen Islamiten zu sprechen, bei der Gelegenheit lobte Rockwell Muhammed als den „Hitler der Schwarzen“. Am 28. Jan. schickte Muhammed Malcolm X nach Atlanta um den KKK zu treffen und diese Organisation um Unterstützung für einen separaten Schwarzen Staates zu erbitten.

    Lesen Sie von Karl Marx / Bruno Bauer Dialog »Die Judenfrage«. Braunschweig 1843. Dann kennen Sie eine wichtige Bezugsquelle der NSDAP.
    Trotzdem, respektvolle Grüße.

  6. Alphachamber,

    wie kommen Sie darauf, dass ich „der Linke“ bin? Weil ich Ihre Ansichten nicht teile oder Sie ideologischer Kurzsichtigkeit bezichtigt habe? 😉

    Ich muss hier niemand weißwaschen. Mich stört in erster Linie Schwarz-Weiß-Denken und die daraus resultierenden bequemen Schuldzuweisungen.

    Ich habe keineswegs gesagt, dass die Nazis der Erfinder des modernen Antisemitismus waren sondern dass diese – entgegen Ihrer Aussage – einen klaren Anspruch auf den Titel als „die stärksten und aktivsten Antisemiten“ haben. Das haben sie unbestreitbar unter Beweis gestellt. Aber ich widerhole mich.

    Sie haben eine üble Liste von Antisemiten angeführt, die wohl eher dem linken Lager zuzuordnen sind. [Dass H.G.Wells ein Stalin-Bewunderer war, wusste ich bis dato nicht]. Nur, was wollen Sie mir damit sagen? Ich hatte ja schon angeführt, dass Antisemitismus vor keinem Lager haltmacht.

    Einen kurzen Moment habe ich überlegt, diese Liste mit einer noch längeren aus dem „konservativen“ und religiösem Lager zu ergänzen. Doch meine Zeit ist mir dazu zu schade und es würde zudem nichts nützen. Es scheint Ihr Steckenpferd zu sein, den Antisemitismus vor allem bei den Linken ausfindig zu machen.

    Eine Denkaufgabe zum Schluss: Warum haben die Nazis ein solch fruchtbares und gut aufbereitetes Feld für ihre Aussaat des Bösen vorgefunden? Die Linken scheinen ja einen geradezu überwältigenden Einfluss gehabt zu haben. Seltsam nur, dass dies weder von der Geschichte noch von der allgemeinen Geschichtsschreibung richtig gewürdigt worden ist.

    Immerhin sind wir uns einig, dass der Antisemitismus ein Grundübel sowohl der vergangenen Zeit wie der Gegenwart war und ist.

    Auf bessere Zeiten und mit besten Grüßen.

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