Eine Meldung, zwei Geschichten

Am Wochenende wurde der Norden Israels aus Syrien mit Granaten beschossen. Daraufhin reagierte die IDF und schoss zurück. An sich ein unkomplizierter Ablauf der Ereignisse. Nicht so für die Redakteure von ZEIT-Online, welche die Meldung mit einer suggestiven Schlagzeile garnierten:

„Israel greift syrischen Militärposten an“ 

Doch damit nicht genug. Traditionell greift und beschiesst ausschließlich Israel seine Nachbarn. Denn „in den vergangenen Monaten“ wurde Israel nicht etwa beschossen oder völkerrechtlich – ein Begriff, dass vor allem bei Linken und Anti-Israelis sehr beliebt ist – angegriffen, sondern Geschosse sind auf wundersamer Weise „auf den Golanhöhen explodiert“.

Das man die selbe Meldung mit einer kurzen, sachlichen und inhaltlich korrekten Überschrift versehen kann, bewies die dpa:

„Israel schießt nach Granatfeuer aus Syrien auf Armeeposten“

Eines gilt jedoch weiterhin für beide Meldungen: hätte die IDF nicht reagiert, würde man von dem Beschuss aus Syrien nichts in den deutschen Medien lesen.

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