Wie meine Liebe zu Obama starb

„When they look at you, they see what they want to be. When they look at me, they see what they are.“
Richard M. Nixon in Oliver Stone’s „Nixon“ (1995)

Wie jede Liebesgeschichte, fängt auch meine mit einer unerwarteten Begegnung an. Es war an einem Abend im Februar, als ich Barack Hussein Obama zum ersten Mal sah. An diesem 10. Februar 2007, verkündete Obama in einer mitreissenden Rede, seine Kandidatur für das Amt des Präsidenten der USA mit den Worten: „… in the shadow of the Old State Capitol, where Lincoln once called on a divided house to stand together, where common hopes and common dreams still, I stand before you today to announce my candidacy for President of the United States.“. Boom! Mein Herz pochte und ich war von diesem mir damals noch unbekannten Senator aus Illinois „geflasht“.

Ich war sofort verliebt

Vielleicht waren es 6 Jahre George W. die mich ermüdet hatten, vielleicht auch die Unfähigkeit der Republikaner bis dato einen wählbaren Kandidaten aufzustellen, vielleicht die Lincoln-Referenz, ganz sicher aber war es dieser charismatische Redner, der mich in seinen Bann zog. Ich war sofort verliebt.

Ein Jahr später nahm das, was keiner für möglich hielt, seinen Lauf. Eher würden die Amerikaner eine Frau wählen, als einen relativ unerfahrenen afro-amerikanischen Senator, spekulierten die Medien. Doch die Basis der Demokraten sah das anders. Obama gewann eine Vorwahl nach der anderen. Hillary klammerte sich so lang es ging an die Hoffnung, dass sie doch noch die Wende schafft. Diese Hoffnung endete im Juni 2008, als sie ihre Kampagne beendete und die Wähler darum bat „(…) mit unserer gesamten Energie, Leidenschaft und Kraft“ Barack Obama in das Weiße Haus zu wählen.

Selbst Hillary musste einsehen, dass dieser Barack etwas besonderes hatte. Als Israeli waren für mich besonders interessant zu erfahren, wo Barack Obama bei den Themen Aussen- und Sicherheitspolitik stand. Die New York Times schrieb damals: „Mr. Obama would have a learning curve on foreign affairs, but he has already showed sounder judgment than his opponent on these critical issues. His choice of Senator Joseph Biden — who has deep foreign-policy expertise — as his running mate is another sign of that sound judgment (…) Both presidential candidates talk about strengthening alliances in Europe and Asia, including NATO, and strongly support Israel. Both candidates talk about repairing America’s image in the world. But it seems clear to us that Mr. Obama is far more likely to do that — and not just because the first black president would present a new American face to the world. (…) Mr. Obama wants to reform the United Nations, (…)“. 

Was will man mehr, dachte ich. Vor allem im Hinblick auf die schlechte Figur die John McCain’s Kampagne abgab, war die Wahl für mich doch ziemlich klar. Ich wollte keinen Präsidenten haben, der seine Positionen für Wählerstimmen aus der christlichen Rechten aufgab. Ich wollte keine Vize-Präsidentin haben, die behauptete sie kenne sich mit Aussenpolitik aus „weil sie aus ihrem Fenster in Alaska Russland sehen kann“ und die ggf. den nicht mehr ganz so frischen McCain, im Amt ablösen müsste. Sicherlich waren es Faktoren die meine Liebe und Zuneigung zu Barack Obama nur noch stärker werden liessen.

Und dann war es soweit. In der Nacht vom 4. auf den 5. November wurde ich Zeuge wie Geschichte geschrieben wurde. Gegen 4 Uhr mitteleuropäischer Zeit, waren sich alle Sender einig: Barack Obama wird der 44. Präsident der Veinigten Staaten von Amerika. Gänsehaut, Schmetterlinge und ich schäme mich nicht es zuzugeben, feuchte Augen. will.i.am komponierte sogleich einen Song mit dem Titel „It’s a new day“ und gefühlt die ganze Welt freute sich mit und hatte, ganz nach Obama’s Kampagnenslogan, Hoffnung. Eine neue Zeit, eben ein „neuer Tag“ schien angebrochen zu sein. An diesem 5. November 2008, erreichte meine Liebe für Barack ihren Höhepunkt. Ich war euphorisiert, berauscht – und aus heutiger Sicht – bedauerlicherweise auch blind vor Liebe.

Ein Schritt in die richtige Richtung

Barack Obama trat sein Amt am 3. Januar 2009 an. Vor ihm lagen große Herausforderungen. Die Bankenkrise, schwächelnde Konjuktur, steigende Arbeitslosigkeit, der Irak- und Afghanistan-Krieg, Al-Qaida und nach Atomwaffen strebende Mullahs.

Zwei Projekte schienen ihm besonders am Herzen zu liegen: die Reform der Krankenversicherung und das angeschlagene Image der USA insbesondere in der islamischen Welt aufzupolieren. In seiner Rede im Juni 2009 in Kairo vor ägyptischen Studenten sagte Obama: „I have come here to seek a new beginning between the United States and Muslims around the world; one based upon mutual interest and mutual respect; and one based upon the truth that America and Islam are not exclusive, and need not be in competition. Instead, they overlap, and share common principles – principles of justice and progress; tolerance and the dignity of all human beings.“

Ich stimmte nicht mit allem überein was Obama zu sagen hatte, aber ich sah es als einen Schritt in die richtige Richtung an. Als einen Schritt, um der arabisch/islamischen Welt klar zu machen, dass die USA sich nicht auf einem „Kreuzzug“ – wie es die Bush-Administration unglücklich formulierte – befindet, sondern eine Kraft und Leuchtturm für Demokratie und Freiheit sind. Dass man sich an diese Nation orientieren kann. Dass die einzige Supermacht sich ihrer Verantwortung bewusst ist und das nicht jeder der nicht mit ihr, zwangsläufig gegen sie ist. Obwohl da bereits die ersten leisen kritischen Stimmen – allen voran aus dem rechten Spektrum der Republikaner – zu vernehmen waren, hielt ich zu Barack.

Egal wer im Weißen Haus residiert, wir können uns auf ihn verlassen!

Selbst als das Verhältnis zwischen den USA und meiner Heimat merklich abkühlte, sah ich es als selbstverständlich an, dass wenn es hart auf hart kommt, die USA nach wie vor auf unserer Seite stehen werden. Egal ob es sich um die Hamas, Hezbollah, Syrien oder ihrem Sponsor aus dem Iran handelte. Die USA waren für mich DIE Nation auf die wir uns – egal wer im Weißen Haus residierte – verlassen konnten.

Die Zeit verging. Immer mehr Entscheidungen und Strategien der Obama-Adminstration, lösten bei mir ein Stirnrunzeln aus. Der Iran durfte weiterhin ungehindert an der Atombombe basteln. Der von den Medien so gefeierte „arabische Frühling“ nahm  im Dezember 2010 in Tunesien seinen Lauf und schwappte über Libyen nach Ägypten, Syrien und Jemen. In Libyen war sehr schnell klar, dass es dort zu einem tödlichen Bürgerkrieg kommen wird. Obama’s Strategie bezüglich Libyen blieb ein Rätsel, bis sich Sarkozy positionierte und ankündigte mit Luftangriffen, Ghadaffi’s Opposition zu unterstützen. Daraufhin sagte Obama den Franzosen die „Unterstützung“ der USA zu. Zwar nur logistisch und strategisch, aber immerhin.

In Ägypten gingen die Massen auf die Strassen um gegen Mubarak zu demonstrieren. Die Administration hatte nichts besseres zu tun, als seine Unterstützung für Mubarak auszusprechen. In einem Interview mit dem Sender PBS, hatte Biden sich soweit aus dem Fenster gelehnt und behauptete, dass  er „Mubarak nicht als Diktator bezeichnen würde“. Meine Stirnfalten wurde tiefer. Die Schmetterlinge für Barack waren weg. Sie mussten endgültig dem Alltag weichen. Erste Risse in unserer Beziehung waren zu erkennen. Jedoch war ich nicht bereit die letzten drei Jahre kampflos aufzugeben.

Selbst als es immer ersichtlicher wurde, dass sich die Administration mit ihren Einschätzungen bezüglich des Nahen Ostens, immer häufiger irrte oder zumindest fragwürdige Entscheidungen traf. U.a. als Erdogan für seine wiederholten anti-israelischen und -semitischen Äusserungen nicht in die Schranken verwiesen wurde und man stattdessen Israel aufforderte, sich bei der Türkei für den Marmara-Vorfall zu entschuldigen. Oder als Obama den israelischen Siedlungsbau in der Westbank als das grösste Friedenshindernis bezeichnete, trotz eines zehnmonatigen Baustopps um die PA an den Verhandlungstisch zurück zu holen. Und selbst als der Iran weiterhin fleissig sowohl seine Rhetorik gegenüber Israel verschärfte als auch weiterhin an der Atombombe bastelte und Katz und Maus mit der Welt spielte. Er war auch mein Präsident. Und die republikanischen Alternativen im 2012er Wahlkampf konnten mich nicht wirklich überzeugen.

Weichspülrhetorik

Bengasi, 11.09.2012: „Kurze Zeit später stürmen militante Islamisten auch das US-Konsulat in der libyschen Hafenstadt Bengasi. Sie schießen mit Maschinengewehren, Panzerabwehrraketen und werfen selbstgebaute Sprengsätze auf das Gebäude. Die Angreifer töteten den Botschafter Christopher Stevens und mindestens drei weitere US-Bürger.“ – SPON, 12.09.2012

Hillary Clinton, damals amerikanische Aussenministerin, erklärte der Welt, dass „(…) die Gewalt als Reaktion auf aufrührerisches Material im Internet (…)“ stattfand. Zur gleichen Zeit gelangte das Terrorismus-Forschungsinstitut Quilliam Foundation in London zu dem Schluß, dass „der Militärangriff auf das US-Konsulat in Bengasi (…) nicht als Teil der Proteste gegen einen Film gesehen werden, der den Islam beleidigte“, sondern, „dass die Attacke auf das Konsulat ein gut geplanter Terroranschlag war, der einem anderen Zweck diente und der passiert wäre, egal ob es zu einer Demonstration gekommen wäre oder nicht.“

Obama trat am 12.09. im Rosengarten des Weissen Hauses vor die Presse und sprach von einem „Angriff“. Die Begriffe ‚Terroristen‘, ‚Al-Qaida‘, ‚Anschlag‘, ‚Terrorangriff‘ oder ‚Islamisten‘ waren nicht zu vernehmen. Stattdessen deutete er weiterhin an, dass dieser „Angriff“ durch ein Youtube-Video provoziert wurde. Ich gehöre nicht zu denjenigen, die behaupten, dass hinter diesen Statements ein Vertuschungsversuch oder gar eine Verschwörung der Obama-Regierung steckt. Dennoch empfand ich es mehr als merkwürdig, dass sich die überwiegende Mehrheit renommierter Terrorismusexperten sehr schnell einig war, dass es sich hierbei um einen  koordinierten und monatelang geplanten Anschlag handelte. Obama blieb jedoch bei seiner Weichspülrhetorik gegenüber Islamisten.

Da saß ich also. 6 Jahre nach diesem kalten Wintertag im Februar und war abgestumpft. Das einzige was mich noch hielt, war meine Loyalität und die Hoffnung, dass die nächsten 4 Jahre nur besser werden könnten. Obwohl mich Freunde und Bekannte vom Gegenteil versucht haben zu überzeugen, habe ich weiterhin MEINEN Barack noch nicht aufgegeben. Meine ‚Hope‘ war noch nicht erloschen.

Dann kam der März. Obama in meiner Heimat. Da war er wieder, der charismatische Mann der mich im Sturm eroberte. Als hätte es die vergangenen 6 Jahre nicht gegeben. So wie mir 2007, erging es fast der gesamten Bevölkerung Israels. Seine Rede vor israelischen Studenten in Jerusalem, war genau das was man sich erhoffte. Da war er wieder unser verlorengeglaubte Onkel Sam.

„And that’s why I believe that Israel is rooted not just in history and tradition but also in a simple and profound idea: the — the idea that people deserve to be free in a land of their own. (…) This is the story of Israel. This is the work that has brought the dreams of so many generations to life. And every step of the way, Israel has built unbreakable bonds of friendship with my country, the United States of America. (Applause.) Those ties began only eleven minutes after Israeli independence, when the United States was the first nation to recognize the State of Israel. As President Truman said in explaining his decision to recognize Israel, he said, “I believe it has a glorious future before it, not just as another sovereign nation, but as an embodiment of the great ideals of our civilization.”

Wie konnte ich auch nur eine Sekunde an diesen Präsidenten zweifeln? Wie konnten Freunde und Bekannte behaupten, dass Israel auf sich allein gestellt ist? Wie konnten sie sagen, dass im Bezug auf den Iran, sich Israel vermutlich nicht auf eine Unterstützung durch die USA verlassen könne? Alles Schwarzmaler und Pessimisten, sagte ich zu mir. Ich kenne die USA, ich kenne Barack, oder zumindest glaubte ich es zu tun. Bis zum vergangenen Samstag. Da wusste ich: Ich hatte mich getäuscht!

Leere Worte

Meine Liebe zu Barack Hussein Obama begann am 10. Februar 2007 und endete am 31. August 2013. Wie üblich, stelle ich mir die Frage, wie ich mich in ihn „verlieben“ konnte. Was war es, was mich vor lauter Begeisterung erblinden ließ? Vor lauter Hoffnung, ihn gegen jegliche Kritik in Schutz nehmen ließ. Die Zeichen waren da, wollte ich diese aber nicht erkennen?

Obama’s Ankündigung, die Entscheidung über eine militärische Intervention in Syrien dem Kongress zu überlassen, ist ein fatales Signal und der Tiefpunkt einer gescheiterten Nahost-Strategie. So zynisch es auch klingen mag, der Chemiewaffeneinsatz Assad’s, bot Obama die grosse Chance doch noch die Kurve zu kriegen und die Glaubwürdigkeit der USA im Nahen Osten wiederherzustellen.

Fast auf den Tag genau vor einem Jahr zog Obama zum ersten Mal seine „Rote Linie“. Wenn Assad es wagen sollte in dem syrischen Bürgerkrieg seine Chemiewaffen einzusetzen, dann „würde das die Gleichung“ ändern und Assad würde „von der internationalen Gemeinschaft zur Rechenschaft gezogen werden“.

Ins gleiche Horn blies er bei seiner Rede in Jerusalem im März diesen Jahres. Er hätte Assad und allen die seinen Befehlen folgen klargemacht, dass man „den Einsatz von chemischen Waffen nicht tolerieren“ werde. Die Welt würde „genau hinsehen und man würde ihn [Assad] persönlich zur Verantwortung ziehen“. Grosse Worte, notwendige Worte. Leere Worte, wie ich heute weiß!

„Ich fühle mich betrogen“

Vor allem in Teheran, werden die Mullahs dieses beispiellose Vorgehen des Präsidenten mit Interesse verfolgt haben. In einer Region in der man auf Gesten besonders viel Wert legt, ist die gezeigte Unentschlossenheit Obamas ein gefundenes Fressen für den Iran. Wenn Obama bei einer begrenzten Militärintervention in Syrien aufgrund des Einsatzes von Chemiewaffen zögert, wie glaubwürdig ist er dann noch, wenn es zur Iranischen Atombombe kommt?

Wie weit die Reputation der USA in der Region bereits (irreparabel?) beschädigt ist, konnte man anhand der entsetzten Reaktion von Syrern feststellen. „Assad geht aus diesem Durcheinander als Sieger hervor. Das Vertrauen in ihn und sein Regime wird wachsen“, sagte eine junge Frau der Zeitung. „Ich fühle mich betrogen.“

Warf man Bush noch vor, er würde aufgrund seiner Nahostpolitik Hass in der islamischen Welt schüren, so darf man nun durchaus konstatieren, dass Obama durch seine Unentschlossenheit, sein Zögern und vor allem Unglaubwürdigkeit, auch noch die verloren hat, die den USA wohlgesonnen waren.

… wie blanker Hohn!

Am fatalsten wird dieses Signal in Israel aufgefasst worden sein. Nur sechs Monate nach seinem Besuch, klingt sein mittlerweile legendärer Spruch, „Atem lo levad“ – „Ihr seid nicht allein“, wie blanker Hohn! Seit dem 31.08.2013 ist offensichtlich: Israel ist auf sich alleingestellt. Wenn es um die Bedrohung durch das iranische Atomprogramm geht, oder die Androhungen Assad’s, im Falle eines amerikanischen Eingreifens, Israel anzugreifen, darf Israel nicht mit einer Unterstützung aus Washington rechnen. Da ist die absurde Tatsache, dass in einer Zeit in der die gesamte Region – Von Kairo bis Damaskus – in Flammen steht und Israel sowie die von ihr kontrollierte Westbank ein Stabilitätsanker sind, Obama den Israelisch-Palästinensischen-Konflikt ganz oben auf seiner Prioritätenliste setzt, beinahe schon nebensächlich.

Nordkorea, der Iran sowie andere Diktaturen und despotische Regime, haben dieses Verhalten registriert und werden ihre Schlüsse für die Zukunft ziehen. Europa nimmt man schon seit einigen Jahren in der Region nicht mehr Ernst, aber wenigstens hat man sich bis vor einigen Tagen vor dem traditionell konsequenten Vorgehen der USA gefürchtet.

Der ewige Wahlkämpfer

Die Welt hat sich seit Obama’s Antritt rasant verändert. Arabische Diktaturen sind gefallen. Islamisten, wie die Muslimbrüder in Ägypten, kamen – mit Unterstützung der USA – an die Macht und verloren diese wieder. Seit zweieinhalb Jahren herrscht in Syrien ein Bürgerkrieg dem Millionen von Flüchtlingen und Hundertausende zum Opfer gefallen sind. Obama ist jedoch nicht in der Lage sich von seiner Ideologie zu lösen und flexibel auf eine Realität einzustellen, die sich immer schneller im Wandel befindet. Man hat das Gefühl, dass er in einem ewigen Wahlkampf gefangen ist. Der begnadete Wahlkämpfer und Redner, scheint selbst in seiner letzten Amtszeit sich mehr Sorgen um seine Umfragewerte zu machen, als um die Stellung der USA in der Welt.

Er beweist keine Weitsicht für die Konsequenzen seines (Nicht-)Handelns. Kritiker einer Intervention und Obamaniacs, zeigen Verständnis für ihn. In dem er von einer „roten Linie“ sprach, hat er sich unnötig in eine schwierige Lage gebracht.
Dem muss man entgegenhalten, dass wenn die einzige Weltmacht beim Einsatz von Massenvernichtungswaffen keine rote Linie zieht, wann dann? Das Dilemma Obama’s ist weniger die klare Grenze die er gezogen hat, sondern viel mehr die Folgen wenn er diese selbst verwässert. Die Weltmacht würde als unzuverlässig und -berechenbar gelten, beim Freund und Feind!

Ich habe ausgeträumt

Eine der beeindruckendsten Szenen in Oliver Stone’s „Nixon“, zeigt Nixon wie er vor dem Protrait von John F. Kennedy steht und sagt: „Wenn sie dich ansehen, sehen sie, was sie sein möchten; wenn sie mich ansehen, sehen sie, was sie sind.“

Nach acht Jahren George W. Bush, war es wohl genau das, was mich so sehr an Obama faszinierte. Was mein Herz schneller schlagen ließ. Er repräsentierte alles, was die USA sein konnten, alles was die Amerikaner sein wollten und alles was ich mir von einem amerikanischen Präsidenten wünschte. Dieser Traum ist nun endgültig vorbei. Ich habe ausgeträumt.

Vor der Wahl Obama’s, gelang es nur einer einzigen Person aus Illinios zum Präsidenten gewählt zu werden. Es war Abraham Lincoln, den vermutlich grössten Präsidenten in der amerikanischen Geschichte. In seiner Rede vom 10. Februar 2007, erwähnte Obama Lincoln und den Mut, der ihn auszeichnete auch Opfer für seine Überzeugungen zu bringen. Er bezahlte für diese Überzeugungen mit seinem Leben.

Die andere „rote Linie“

Obama ist dazu aufgrund mangelnder Überzeugungen und politischer Naivität vermutlich nicht in der Lage. Der Beweis, dass sein Image ihm wichtiger ist als unbequeme Entscheidungen zu treffen, hat er am vergangenen Wochenende selbst erbracht. Der ewige Wahlkämpfer nutzt das Amt um seine Vita aufzupolieren, um möglicherweie später höhere Honorare für seine Memoiren und Vorträge zu erhalten.

Die Lage ist jedoch nicht ganz aussichtslos. Vor einer anderen „roten Linie“ werden sich Assad und Konsorten noch mehr fürchten: Der 20. Januar, 2017 – Das Ende des Obama-Experiments.

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