SPON, Pater Nikodemus und das typische Israel

„Grundsätzlich bekommen wir von Rabbinern unglaubliche Unterstützung, aber es gibt auch die Hetz-Rabbiner. Das ist typisch für Israel: Es gibt immer mindestens zwei Seiten.“

Das sagt Pater Nikodemus Schnabel von der Dormito-Abtei auf dem Zionsberg in Jerusalem, am Ende eines Interviews mit SPON. Und er hat recht!

Ausschließlich für Israel ist es typisch, dass es zwei Seiten gibt. In Deutschland z.B. wo Pater Schnabel herkommt, gibt es ausschließlich eine Seite. Die Gute. Die Verständnisvolle. Die Tolerante. Solingen und Rostock waren lediglich Unfälle. Die NSU Opfer? Alle eines natürlichen Todes verstorben.

In islamisch dominierten Regionen und Staaten gibt es auch nur die eine Seite. Die ist blöderweise aber nicht so nett zu Christen. Da könnten die Kopten in Ägypten z.B. ein Lied davon singen. Oder in Nigeria, wo Boko Haram seit 2009 die christliche Bevölkerung terrorisiert und lyncht. Oder schauen wir nach Gaza, wo seit dem Abzug Israels und der Machtübernahme der radikal islamischen Hamas fast alle Christen geflohen sind. Oder wie wäre es mit dem Geburtsort des christlichen Erlösers? In Bethlehem war die große Mehrheit der Bevölkerung (80%) christlich. Mittlerweile sind die Christen eine Minderheit von knapp 20%. Schon Mal darüber bei SPON was gelesen? Vielleicht war der Pater zu diesem Zeitpunkt auch noch nicht vor Ort? Gott allein kennt den Grund.

Es ist jedoch wichtig und notwendig die Ungerechtigkeit zu betonen, die von vereinzelten Irren in Israel gegenüber Christen – und übrigens auch gegenüber nicht religiösen Juden, aber das ist nicht so wichtig – verübt wird. Ebenfalls von grösster Bedeutung ist es zu erwähnen, dass der Staat, der – und das ist Fakt und keine Verschwörungstheorie – von Juden kontrolliert wird und seine Behörden nichts tun um die Christen zu beschützen (was zwar ebenfalls eine Lüge ist, aber detaillierte Fakten stören doch nur das Bild das gezeichnet werden soll), sondern mit den Irren in einem Boot stecken. Also quasi staatlich sanktionierten Terror ausüben. Wer weiß, vielleicht steckt sogar der Mossad dahinter. Diesen Juden kann man einfach nicht trauen!

Eingeleitet wird das Interview so: „Angriffe hat Pater Nikodemus Schnabel schon häufig erlebt, sagt er im Interview.“ Einen Tag zuvor führte Claus Hecking für SPON ein Interview mit dem belgischen Rabbiner Joël Rubinfeld. Es ging um den Mordanschlag auf das jüdische Museum in Brüssel und den wachsenden Antisemitismus in Europa. Darin schreibt Hecking: „Zu ihm kommen seine Glaubensbrüder, wenn sie diskriminiert oder gewalttätig attackiert werden. Und dies geschehe mittlerweile fast alltäglich, behauptet Rubinfeld.“

Man beachte den semantischen Unterschied zwischen beiden Aussagen. Während Pater Schnabel etwas sagt‘, ‚behauptet‘ Rabbi Rubinfeld lediglich etwas. Die Aussage eines Juden sollte man grundsätzlich mit Vorsicht genießen. Denn wie wir gelernt haben, besitzt der Jude typischerweise, ähnlich wie der Judenstaat, immer zwei Seiten.

Eine Bemerkung am Rande – und ich empfehle jedem das einfach selbst zu prüfen: unter allen Artikeln auf SPON zum Anschlag auf das jüdische Museum in Brüssel wurde die Kommentarfunktion abgeschaltet, warum lässt sich nur erahnen. Unter dem Interview mit dem Pater jedoch, darf sich die Zielgruppe wieder fröhlich austoben. Eine kleine Kostprobe:

„Wären die die Bösen Muslime, würde Islam zigfach im Artikel vorkommen. Da es aber Juden sind, kommt im Artikel die Religionszugehörigkeit genau -riiiichtich- NULL mal vor. Und jetzt schön weiter Unterwürfig bleiben und diesen Beitrag zensieren!“

„Wenn man vergleicht, was wir uns alles anhören müssen, wenn irgendwo ein Jude „nur“ schief angeschaut wird und was wird für Aufwendungen für den Schutz haben… dann kann man das nur erwarten. […] Die Israelis haben das Land auch nur gestohlen. Die heiligen Stätten gehören unter internationale Kontrolle.“

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